Thema: FWG-Jahresausklang 2025
Die FWG Gedern hatte zum traditionellen Jahresausklang am 30. Dezember ins Café Knusperhaus eingeladen – und zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung.
Der 1. Vorsitzende Herbert Weber begrüßte die Anwesenden, darunter die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (SPD), die 1. Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (CDU), die Kreisausschussmitglieder Elfriede Pfannkuche (SPD) und Thomas Appel (FWG) sowie die Bürgermeister Timo Tichai (Hirzenhain), Markus Bäckel (Ortenberg) und Thorsten Eberhardt (Nidda). Ebenfalls vertreten waren der Büdinger Altbürgermeister und FWG-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Erich Spamer, Stadtrat Willi Zinnel (Schotten), Ex-Landrat Rolf Gnadl (SPD), der ehemalige Landtagsabgeordnete Klaus Dietz (CDU) sowie der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Michael Rückl. Aus der lokalen Wirtschaft nahmen unter anderem Martina Kehm (Sparkasse Oberhessen) und Michael Höhl (Hirzenhainer Gilde) teil. Auch Vertreter aller Gederner Parteien – CDU, SPD, UBG und FWG – waren anwesend.

In seiner Ansprache ging Weber auf aktuelle Themen aus Stadt, Kreis und Weltpolitik ein. Mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026 hob er hervor, dass die Vielzahl an Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen der vier Gederner Parteien den Wählerinnen und Wählern eine echte Auswahl biete und damit die demokratische Kultur stärke. Als warnendes Beispiel erwähnte er politische Entwicklungen in den USA.

Kritisch äußerte sich Weber zu teilweisen Entscheidungen auf Kreisebene. Er wünsche sich mehr Transparenz und echte Beteiligung für den Bereich Oberhessen. Als Beispiel nannte er den geplanten Verwaltungsneubau des Wetteraukreises, bei dem ein Standort im östlichen Kreisgebiet – trotz geeigneter Alternativen mit Bahnanschluss in Nidda, Glauburg oder Büdingen – nicht in Betracht gezogen worden sei. Friedberg habe von Beginn an als gesetzt gegolten.
Mit einem Augenzwinkern verwies Weber anschließend auf die politische Kultur im Gederner Stadtparlament, die von Respekt, Offenheit und gemeinsamer Verantwortung geprägt sei – ein positives Beispiel, das auch anderen Kommunen gut zu Gesicht stünde. Die Büdinger Delegation fragte sich, welche Kommune wohl gemeint sei.
Zum Abschluss dankte Weber Rolf Gnadl, der traditionell eine Runde Sekt spendierte. Gemeinsam stieß man auf ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2026 an.
Im Anschluss verbrachten die Gäste einige entspannte Stunden im Knusperhaus. Birgit Weckler, erstmals bei der Veranstaltung dabei, zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre des Cafés, die ihre Erwartungen voll erfüllt habe.
An einem anderen Tisch entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Kreistagsarbeit. Rolf Gnadl, Michael Rückl und Elfriede Pfannkuche gaben den jüngeren Kommunalpolitikern Sebastian Stroh und Christoph Lapp Einblicke in ihre langjährige Erfahrung – inklusive mancher augenzwinkernder Anekdote.
Für Heiterkeit sorgte Klaus Dietz, der scherzte, man sitze „sobald man aus dem Amt ist, automatisch am Seniorentisch“ – mit Blick auf die Runde ergrauter Herren. Sichtlich wohl fühlte er sich dennoch, wie jedes Jahr, denn die Veranstaltung lässt er nie aus.
Bei der Verabschiedung, so Weber, hätten viele Gäste bereits nach einer Einladung für das kommende Jahr gefragt. Mit einem Lächeln habe er geantwortet, dass selbstverständlich alle wieder eingeladen würden, „die sich gut benommen und eingebracht haben“.

